Die wichtigste Entscheidung, die mein Leben prägt.
Meine Lebensphilosophie ist sehr simpel: Worauf ich mich fokussiere, ist die wichtigste Entscheidung, die ich in jedem Moment treffe.
Diese Einstellung half mir immer wieder weiter und hat mein Leben nachhaltig geprägt. Sie half mir, als ich im Handel arbeitete, persönliche Rückschläge erlebte oder mir das Grafikdesign selbst beibrachte. Sie half mir dabei, Neues zu probieren, loszulassen und immer wieder das große Ganze zu sehen. Oder, als ich 2019 meinen Podcast namens »little talks« startete und über 350 Interviews mit Menschen aus der Wirtschaft, Politik oder dem Sport führte.
Man kann meiner Einstellung natürlich skeptisch gegenüberstehen. Fokus wird oftmals mit Konzentration oder Zeitmanagement in Verbindung gesetzt. Man denkt bei dem Wort »Fokus« auch an das Produktportfolio, Märkte oder Zielgruppen. Einen gezielten Blick auf etwas kann man auch mit Fokus verbinden.
All diese Dinge sind wahr, aber nur unter einer Bedingung. Nämlich, dass Fokus »Wahlfreiheit« bedeutet. Denn das ist Fokus am Ende, wenn man erkennt, dass man seine Aufmerksamkeit bewusst lenken kann.
Wenn ich meine Aufmerksamkeit bewusst lenke, kann ich Optionen sehen. Wenn ich Optionen sehe, kann ich wählen. Wenn ich wähle, kann ich mich fokussieren. Und diese Tatsache animiert dazu, Verantwortung zu übernehmen. Und wenn ich Verantwortung übernehme, forme ich mein »Sein«. Und mein »Sein« formt wiederum das, was ich sehe.
So gesehen ist Fokus eben nicht starr. Er wechselt permanent. Zwischen einem erweiterten Blick auf die Situation hin zu einem Blick aufs Detail. Von einem Problem zu einer Herausforderung. Von einem Denken an die Zukunft hin zur Gegenwärtigkeit. Oder von einer Ablenkung hin zum Wesentlichen.